Eine Zeit¬≠reise durch die Geschichte der Dr. Zimmer¬≠mannschen ‚Äď hier finden Sie alle Meilen¬≠steine der Schul¬≠ge¬≠schichte in drei Abschnitten:

Die Jahre 1894 bis 1968

Dr. Franz Zimmer­mann

Dr. Franz Zimmermann
Dr. Franz Zimmer­mann

geboren am 1. Mai 1866 in Elbing (heute Elblag in Polen)

Studium an den Univer­si­täten in Göttingen, Florenz und Berlin, wo er promo­vierte und 1889 den Titel Doktor der Philo­so­phie erwarb.

Von 1889 bis 1894, bevor er die Leitung der kauf¬≠m√§n¬≠ni¬≠schen Fort¬≠bil¬≠dungs¬≠schule f√ľr Hand¬≠lungs¬≠lehr¬≠linge in Koblenz √ľber¬≠nahm, wirkte er zun√§chst als Privat¬≠ge¬≠lehrter und sp√§ter als Leiter verschie¬≠dener h√∂herer Schulen in Ostpreu√üen. Nach der Gr√ľn¬≠dung der kauf¬≠m√§n¬≠ni¬≠schen Fort¬≠bil¬≠dungs¬≠schule f√ľr M√§dchen im November 1894 war Dr. Franz Zimmer¬≠mann seit 1901 gleich¬≠zeitig auch Leiter der St√§d¬≠ti¬≠schen Schif¬≠fer¬≠schule. 1903 gr√ľn¬≠dete er noch eine Gewer¬≠be¬≠schule f√ľr M√§dchen und ein Pensionat f√ľr Handels¬≠sch√ľ¬≠le¬≠rinnen. Noch im glei¬≠chen Jahr, am 30. November 1903, starb er mit nur 37 Jahren.

Schulhaus Hohenzollernstraße 162/164
Schul­haus Hohen­zol­lern­straße 162/164

Am 10. November 1894 gr√ľndet Dr. phil. Franz Zimmer¬≠mann die Dr. Zimmer¬≠mann¬≠sche Wirt¬≠schafts¬≠schule als kauf¬≠m√§n¬≠ni¬≠sche Fort¬≠bil¬≠dungs¬≠schule f√ľr M√§dchen.
Der Unter­richt findet mit vier Wochen­stunden abends erst im Alten Stadt­haus, Gerichts­straße 6, ab 1900 im eigenen Schul­ge­bäude, am Altlöhrtor 17, statt.
Mit der Erwei¬≠te¬≠rung der Halb¬≠jah¬≠res¬≠klassen zu Jahres¬≠klassen mit Voll¬≠zeit¬≠un¬≠ter¬≠richt entsteht 1898 die erste Handels¬≠schule f√ľr M√§dchen im Rhein¬≠land und West¬≠falen. Dies ist eine bemer¬≠kens¬≠werte Entschei¬≠dung, denn eine kauf¬≠m√§n¬≠ni¬≠sche Ausbil¬≠dung f√ľr M√§dchen gilt nicht als sinn¬≠voll. Die Zahl der Sch√ľ¬≠le¬≠rinnen steigt konti¬≠nu¬≠ier¬≠lich von 14 auf 67 an. Das Schul¬≠geld betr√§gt monat¬≠lich 10 Mark. Ostern 1903 √ľber¬≠nimmt Dr. Zimmer¬≠mann die Handels¬≠schule f√ľr Knaben vom kauf¬≠m√§n¬≠ni¬≠schen Fort¬≠bil¬≠dungs¬≠schul-Verein, der sie aus finan¬≠zi¬≠ellen Gr√ľnden nicht mehr weiter¬≠f√ľhren kann.

Auch in der Erwach­se­nen­bil­dung ist er tätig. Die von Kauf­leuten gut besuchten Abend­kurse werden in Form von ein oder zwei Vortrags­reihen pro Halb­jahr veran­staltet und kosten zwischen 15 und 30 Mark.

Nach dem Tod von Dr. Zimmer¬≠mann wird die Schule vorerst von seiner Witwe unter Leitung von Carl Hacke weiter¬≠ge¬≠f√ľhrt. 1914 kauft Carl Hacke die Schule und √ľber¬≠nimmt damit auch die Tr√§ger¬≠schaft.

Carl Hacke

Carl Hacke
Carl Hacke

geboren am 23.04.1876 in Wohlde, Kreis Celle

Er absol¬≠vierte von 1894 bis 1897 das Lehrer¬≠se¬≠minar in L√ľne¬≠burg und war danach eine Zeit lang in der Praxis t√§tig. Nebenbei erteilte er kauf¬≠m√§n¬≠ni¬≠schen Unter¬≠richt in Privat¬≠lehr¬≠an¬≠stalten. Von 1899 bis 1903 war er Direktor einer Handels¬≠lehr¬≠an¬≠stalt in Hamburg, unter¬≠rich¬≠tete noch kurz an der Handels¬≠lehr¬≠an¬≠stalt M√ľller in Essen an der Ruhr bis zu seinem Wechsel nach Koblenz im Dezember 1903. Carl Hacke starb 1952.

Als haupt¬≠amt¬≠li¬≠cher Lehrer an der Handels¬≠schule f√ľr Knaben unter¬≠richtet er zun√§chst 27 Wochen¬≠stunden in v√∂llig unter¬≠schied¬≠li¬≠chen F√§chern wie Deutsch, Buch¬≠f√ľh¬≠rung, Handels¬≠erdkunde, Kurz¬≠schrift und Englisch. Zus√§tz¬≠lich gibt er noch Privat¬≠un¬≠ter¬≠richt und h√§lt die kauf¬≠m√§n¬≠ni¬≠schen Abend¬≠kurse. Seit 1906 ist er √∂ffent¬≠lich bestellter und gericht¬≠lich verei¬≠digter B√ľcher¬≠re¬≠visor und Gutachter bei Gericht.

F√ľr die dama¬≠lige Zeit revo¬≠lu¬≠tion√§r und heute nach wie vor aktuell sind seine p√§dago¬≠gi¬≠schen √úber¬≠le¬≠gungen. Die F√∂rde¬≠rung von ganz¬≠heit¬≠li¬≠chem und logi¬≠schem Denken sowie seine Idee des Konzen¬≠tra¬≠ti¬≠ons¬≠un¬≠ter¬≠richts stehen dabei im Vorder¬≠grund. Beim ‚ÄěKonzen¬≠tra¬≠ti¬≠ons¬≠un¬≠ter¬≠richt‚Äú stehen die einzelnen Unter¬≠richts¬≠f√§¬≠cher durch einen sie verbin¬≠denden und leitenden Unter¬≠richts¬≠ge¬≠gen¬≠stand wie zuerst die Handels¬≠be¬≠triebs¬≠lehre, sp√§ter das Fach Buch¬≠f√ľh¬≠rung, in einer wech¬≠sel¬≠sei¬≠tigen Bezie¬≠hung zuein¬≠ander. Carl Hacke entwi¬≠ckelte ein System aus den Grund¬≠farben Blau, Gelb, Rot und den daraus resul¬≠tie¬≠renden Misch¬≠farben Lila und Gr√ľn, um auf diese einleuch¬≠tende Art und Weise seinen Sch√ľ¬≠lern das Prinzip der doppelten Buch¬≠f√ľh¬≠rung und ihrer Funk¬≠ti¬≠ons¬≠weise beizu¬≠bringen. Dieses System wurde mit Symbolen noch anschau¬≠li¬≠cher gemacht. Zwischen 1911 und 1915 wird sogar eine Gruppe d√§ni¬≠scher Handels¬≠lehrer auf Anraten eines d√§ni¬≠schen Minis¬≠te¬≠ri¬≠al¬≠rates, der u. a. die Dr. Zimmer¬≠mann¬≠sche Handels¬≠schule besich¬≠tigte, als Stipen¬≠diaten nach Koblenz geschickt, damit sie sich die von Carl Hacke konzi¬≠pierten Unter¬≠richts¬≠me¬≠thoden aneignen.

Der Musik ist Schul¬≠leiter Carl Hacke beson¬≠ders zugetan. Er kompo¬≠niert selber klei¬≠nere St√ľcke und orga¬≠ni¬≠siert oft Konzerte f√ľr seine Sch√ľler. In der zwei¬≠j√§h¬≠rigen Handels¬≠schule f√ľhrt er sogar Chor¬≠ge¬≠sang als Pflicht¬≠fach ein.

Ab 1915 bzw. 1919 findet der Unter­richt in den Häusern Hohen­zol­lern­straße 148 und Hohen­zol­lern­straße 162/164 statt.

Wegen ihrer hervor¬≠ra¬≠genden Leis¬≠tungen wird der Schule 1928 als einer der ersten Privat¬≠schulen in Preu√üen die staat¬≠liche Aner¬≠ken¬≠nung ausge¬≠spro¬≠chen, was die Gleich¬≠stel¬≠lung mit einer √∂ffent¬≠li¬≠chen Schule der betref¬≠fenden Art bedeutet. 1933 erh√§lt die Dr. Zimmer¬≠mann¬≠sche Privat¬≠han¬≠dels¬≠schule auch die Berech¬≠ti¬≠gung, den Sch√ľ¬≠lern der zwei¬≠j√§h¬≠rigen Handels¬≠schule das Zeugnis der mitt¬≠leren Reife zu verleihen.

W√§hrend des natio¬≠nal¬≠so¬≠zia¬≠lis¬≠ti¬≠schen Regimes muss sich die Schul¬≠lei¬≠tung st√§ndig gegen die Verstaat¬≠li¬≠chung oder gar die Schlie¬≠√üung der Schule zur Wehr setzen. Dass ihre Eigenart als Privat¬≠schule nicht verloren geht, ist das Verdienst von Benno¬≠di¬≠et¬≠rich Schoeller, der seit 1926 an der Schule unter¬≠richtet und im Jahr 1941 deren Leitung offi¬≠ziell √ľber¬≠nimmt. Seine Frau Erika Schoeller, geb. Hacke, ist gleich¬≠falls seit 1924 an der Schule als Lehrerin t√§tig und unter¬≠st√ľtzt ihn bei den vielen Ausein¬≠an¬≠der¬≠set¬≠zungen mit Partei und Staat.

Benno­di­et­rich Schoeller

Bennodietrich Schoeller
Benno­di­et­rich Schoeller

war von 1941 bis 1968 Leiter der Dr. Zimmer¬≠mannschen Wirt¬≠schafts¬≠schule. 1898 wurde er in M√ľlheim an der Ruhr geboren. Er studierte Wirt¬≠schafts¬≠wis¬≠sen¬≠schaften und Wirt¬≠schafts¬≠p√§d¬≠agogik in Mann¬≠heim und Frank¬≠furt. Er unter¬≠rich¬≠tete an dieser Schule von 1926 bis zu seinem Ausscheiden 1968.

F√ľr seine Verdienste erhielt er anl√§ss¬≠lich des 75-j√§hrigen Jubi¬≠l√§ums der Schule das Bundes¬≠ver¬≠dienst¬≠kreuz. Im Sommer 1993 starb er kurz vor Voll¬≠endung seines 95. Lebens¬≠jahres.

Bis 1944 geht unbe¬≠schadet von Flie¬≠ger¬≠an¬≠griffen der Unter¬≠richt weiter. Im Herbst 1944 muss der Schul¬≠be¬≠trieb jedoch einge¬≠stellt werden. Das Schul¬≠haus Hohen¬≠zol¬≠lern¬≠stra√üe 148 wird durch Bomben¬≠voll¬≠treffer vernichtet und das andere Schul¬≠haus Hohen¬≠zol¬≠lern¬≠stra√üe 162/164 als Notka¬≠serne beschlag¬≠nahmt. Nach Kriegs¬≠schluss befindet es sich in einem √§u√üerst deso¬≠laten Zustand. Da Hilfs¬≠kr√§fte nicht zu bekommen sind, f√ľhrt Benno¬≠di¬≠et¬≠rich Schoeller mit Hilfe von Frau und Tochter die n√∂tigsten Dachdecker‚ÄĎ, Glaser‚ÄĎ, Schreiner- und Maurer¬≠t√§¬≠tig¬≠keiten selber aus.

Als erste Schule in Koblenz nimmt die Dr. Zimmer¬≠mann¬≠sche Handels¬≠schule am 1. Dezember 1945 den Schul¬≠be¬≠trieb in zwei beheizten R√§umen mit notd√ľrftig instand gesetzten Fens¬≠tern wieder auf.

Schnell nimmt die Zahl der Sch√ľler wieder zu. Ausge¬≠hend von ca. 150 steigt die Sch√ľ¬≠ler¬≠zahl bald auf √ľber 600 Sch√ľler. Wegen Platz¬≠man¬≠gels muss vor- und nach¬≠mit¬≠tags unter¬≠richtet werden. 1954 wird das f√ľr den drin¬≠gend erfor¬≠der¬≠li¬≠chen Neubau erwor¬≠bene Grund¬≠st√ľck, Mainzer Stra√üe 52 ‚Äď 54, von der fran¬≠z√∂¬≠si¬≠schen Besat¬≠zungs¬≠macht beschlag¬≠nahmt. Nach lang¬≠wie¬≠rigen Verhand¬≠lungen gelingt es, mit Unter¬≠st√ľt¬≠zung des Minis¬≠ter¬≠pr√§¬≠si¬≠denten Dr. Peter Altmeier das Nach¬≠bar¬≠grund¬≠st√ľck zu erwerben. Mit eigenen Mitteln und finan¬≠zi¬≠eller Hilfe des Landes Rhein¬≠land-Pfalz wird der Neubau errichtet. Und am 1. Oktober 1959 beziehen fast 600 Sch√ľler und 24 Lehr¬≠kr√§fte ihre neue Schule.

Erika Schoeller
Erika Schoeller

Durch Sch√ľ¬≠ler¬≠thea¬≠ter¬≠auf¬≠f√ľh¬≠rungen und Besuche von Thea¬≠ter¬≠vor¬≠stel¬≠lungen sowie zahl¬≠rei¬≠chen Konzerten mit der Rhei¬≠ni¬≠schen Phil¬≠har¬≠monie verstehen es Benno¬≠di¬≠et¬≠rich und Erika Schoeller, bei ihren Sch√ľ¬≠lern die Freude am Musi¬≠schen zu wecken.

Zu Beginn der 1960er-Jahre wird das bishe¬≠rige Bildungs¬≠an¬≠gebot ‚Äď Halb¬≠jah¬≠res¬≠klassen, Jahres¬≠klassen und zwei¬≠j√§h¬≠rige Handels¬≠schule ‚Äď ausge¬≠weitet.

Die Halb¬≠jah¬≠res¬≠klassen werden ab 1962 nicht mehr weiter¬≠ge¬≠f√ľhrt, da die Nach¬≠frage mehr zur einj√§h¬≠rigen und zwei¬≠j√§h¬≠rigen Handels¬≠schule tendiert. Die seit 1928 bestehende zwei¬≠j√§h¬≠rige Handels¬≠schule l√§uft mit anderen Bildungs¬≠in¬≠halten unter der Bezeich¬≠nung Zwei¬≠j√§h¬≠rige Berufs¬≠fach¬≠schule Wirt¬≠schaft bis 2004 weiter und wird anschlie¬≠√üend von den refor¬≠mierten Bildungs¬≠g√§ngen der einj√§h¬≠rige Berufs¬≠fach¬≠schule I und II abge¬≠l√∂st.

Im Herbst 1968 √ľber¬≠geben Benno¬≠di¬≠et¬≠rich und Erika Schoeller die Schul¬≠lei¬≠tung an  Erich Gahl, der seit 1961 an der Schule unter¬≠richtet. Seine Frau Ingrid Gahl-Schoeller, geb. Schoeller, unter¬≠richtet seit 1955 an dieser Schule. Seit 1987 ist sie Schul¬≠tr√§¬≠gerin zusammen mit ihrem Mann.


Die Jahre ab 1968

Erich Gahl, OStD i. Pr.,

Erich Gahl
Erich Gahl

Erich Gahl, Schul¬≠leiter der Dr. Zimmer¬≠mannschen Wirt¬≠schafts¬≠schule von 1968 bis 1997 und Schul¬≠tr√§ger bis Ende 2003, wurde 1931 in Th√ľringen im Kreis Eisenach geboren. 1952 musste er nach West¬≠deutsch¬≠land fl√ľchten, weil ihm eine Zwangs¬≠um¬≠sied¬≠lung aus dem Zonen¬≠grenz¬≠ge¬≠biet drohte.

Er studierte Wirt¬≠schafts¬≠wis¬≠sen¬≠schaften an den Univer¬≠si¬≠t√§ten Frank¬≠furt und Hamburg und legte seine Examina als Diplom¬≠kauf¬≠mann und Diplom¬≠han¬≠dels¬≠lehrer ab. Nach der Refe¬≠ren¬≠dar¬≠zeit begann er 1962 seine Lehr¬≠t√§¬≠tig¬≠keit an der Dr. Zimmer¬≠mannschen Wirt¬≠schafts¬≠schule. Erich Gahl war Pr√§si¬≠di¬≠ums¬≠mit¬≠glied des Bundes¬≠ver¬≠bandes Deut¬≠scher Privat¬≠schulen und Landes¬≠vor¬≠sit¬≠zender von Rhein¬≠land-Pfal¬≠z/¬≠Saar¬≠land. Dem Verband der Lehrer an Wirt¬≠schafts¬≠schulen geh√∂rte er √ľber 30 Jahre an. Er starb am 21. Dezember 2005.

Die folgenden Ausf√ľh¬≠rungen sollen dem Leser einen √úber¬≠blick √ľber die Akti¬≠vi¬≠t√§ten dieser Schule geben, begin¬≠nend mit dem Jahr 1968, dem Jahr, in dem der dritte Schul¬≠leiter der Fami¬≠li¬≠en¬≠ge¬≠nera¬≠tion, Erich Gahl, die Schul¬≠lei¬≠tung √ľber¬≠nahm. Damit begann gleich¬≠zeitig die Umstruk¬≠tu¬≠rie¬≠rung der Schule, die sich aus den ge√§n¬≠derten Anfor¬≠de¬≠rungen ergab, die die Wirt¬≠schaft an den kauf¬≠m√§n¬≠ni¬≠schen Nach¬≠wuchs stellte.

1968

Gr√ľn¬≠dung der Zwei¬≠j√§h¬≠rigen H√∂heren Berufs¬≠fach¬≠schule Wirt¬≠schaft. Sie l√∂st die Einj√§h¬≠rige H√∂here Handels¬≠schule ab. Einrich¬≠tung einer Sekre¬≠t√§¬≠rin¬≠nen¬≠aus¬≠bil¬≠dung; es war die erste Einrich¬≠tung in Rhein¬≠land-Pfalz.

1971

Gr√ľn¬≠dung des ersten Berufs¬≠grund¬≠schul¬≠jahres Wirt¬≠schaft und Verwal¬≠tung im Regie¬≠rungs¬≠be¬≠zirk Koblenz.

1973

Umbe¬≠nen¬≠nung der Schule von Dr. Zimmer¬≠mann¬≠sche Privat¬≠han¬≠dels¬≠schule in Dr. Zimmer¬≠mann¬≠sche Wirt¬≠schafts¬≠schule, um die inhalt¬≠liche Umge¬≠stal¬≠tung auch nach au√üen zu doku¬≠men¬≠tieren. Gr√ľn¬≠dung der ersten Fach¬≠schule Wirt¬≠schaft in Rhein¬≠land-Pfalz mit den Schwer¬≠punkt¬≠f√§¬≠chern Rech¬≠nungs¬≠wesen, Personal und Ausbil¬≠dungs¬≠wesen.

1974

Einrich¬≠tung des Tele¬≠kol¬≠legs I, das in Teil¬≠zeit¬≠form Berufs¬≠t√§¬≠tigen den Erwerb des Sekun¬≠darab¬≠schlusses I erm√∂g¬≠licht.

1980

Umstel¬≠lung der Stun¬≠den¬≠ta¬≠feln und Lehr¬≠pl√§ne der zwei¬≠j√§h¬≠rigen h√∂heren Berufs¬≠fach¬≠schule Wirt¬≠schaft: Die erfolg¬≠rei¬≠chen Absol¬≠venten erwerben eine schu¬≠li¬≠sche und beruf¬≠liche Quali¬≠fi¬≠ka¬≠tion mit dem Abschluss ‚ÄěStaat¬≠lich gepr√ľfter kauf¬≠m√§n¬≠ni¬≠scher Assis¬≠tent‚Äú. Als  Zusatz¬≠qua¬≠li¬≠fi¬≠ka¬≠tion kann die Fach¬≠hoch¬≠schul¬≠reife erworben werden.

1983

Einrich¬≠tung eines Berufs¬≠grund¬≠schul¬≠jahres in Sonder¬≠form. Es ist die erste Gr√ľn¬≠dung in Rhein¬≠land-Pfalz im kauf¬≠m√§n¬≠nisch-verwal¬≠tenden Bereich. Sie bietet Haupt¬≠schul¬≠ab¬≠sol¬≠venten ohne Abschluss die Gele¬≠gen¬≠heit, den fehlenden Abschluss nach¬≠zu¬≠holen; gleich¬≠zeitig haben sie mit erfolg¬≠rei¬≠chem Besuch ihre Berufs¬≠schul¬≠pflicht erf√ľllt.

1986

Gr√ľn¬≠dung der Dr. Zimmer¬≠mannschen EDV-Schule als gemein¬≠n√ľt¬≠zige Schul¬≠ge¬≠sell¬≠schaft.

1987

Schul¬≠tr√§¬≠ger¬≠wechsel von Benno¬≠di¬≠et¬≠rich Schoeller auf  Ingrid Gahl-Schoeller und Erich Gahl.

1991

Weiter¬≠f√ľh¬≠rung der Fach¬≠schule Wirt¬≠schaft in koope¬≠ra¬≠tiver Form mit der Bundes¬≠wehr¬≠fach¬≠schule. Schwer¬≠punkt¬≠f√§¬≠cher sind Daten¬≠ver¬≠ar¬≠bei¬≠tung und Orga¬≠ni¬≠sa¬≠tion; Zusatz¬≠qua¬≠li¬≠fi¬≠ka¬≠tion: ‚ÄěQuali¬≠fi¬≠zierter Sekun¬≠darab¬≠schluss I‚Äú und ‚ÄěFach¬≠hoch¬≠schul¬≠reife‚Äú.

Ingrid Gahl-Schoeller
Ingrid Gahl-Schoeller

1994

Ab Januar 1994 werden Fort¬≠bil¬≠dung und Umschu¬≠lung an der EDV-Schule mit Vorbe¬≠rei¬≠tungs¬≠lehr¬≠g√§ngen zur IHK-Pr√ľfung B√ľrokaufmann/B√ľrokauffrau erwei¬≠tert. Die erfolg¬≠rei¬≠chen Absol¬≠venten k√∂nnen in die Praxis gehen oder sich durch den Besuch der Fach¬≠schule Wirt¬≠schaft an der Dr. Zimmer¬≠mannschen Wirt¬≠schafts¬≠schule zum ‚ÄěStaat¬≠lich gepr√ľften Betriebs¬≠wirt‚Äú weiter¬≠qua¬≠li¬≠fi¬≠zieren.


Die Jahre ab 1997

Corinna Gahl-Haupt

Corinna Gahl-Haupt
Corinna Gahl-Haupt

Die jetzige Schul¬≠tr√§¬≠gerin und Schul¬≠lei¬≠terin der Dr. Zimmer¬≠mannschen Wirt¬≠schafts¬≠schule, StD i. Pr. Corinna Gahl-Haupt, wurde 1961 in Koblenz geboren. Sie studierte Wirt¬≠schafts¬≠wis¬≠sen¬≠schaften und Wirt¬≠schafts¬≠p√§d¬≠agogik an den Univer¬≠si¬≠t√§ten in Bonn und N√ľrn¬≠berg und legte ihre Examen als Diplom-Handels¬≠leh¬≠rerin ab. Nach dem Refe¬≠ren¬≠da¬≠riat am Studi¬≠en¬≠se¬≠minar Mainz begann sie 1989 ihre Unter¬≠richts¬≠t√§¬≠tig¬≠keit an der Dr. Zimmer¬≠mannschen Wirt¬≠schafts¬≠schule, deren Leitung sie seit 1997 innehat. Seit 2004 ist sie auch Schul¬≠tr√§¬≠gerin. Zum ersten Mal steht eine Frau an der Spitze der seit vier Genera¬≠tionen in Fami¬≠li¬≠en¬≠hand gef√ľhrten Privat¬≠schule.

Seit Jahr­zehnten ist die Schule im Bundes­ver­band deut­scher Privat­schulen (VDP) aktiv tätig. Corinna Gahl-Haupt gehört dem erwei­terten Präsi­dium dieser Verei­ni­gung an und ist zugleich Landes­vor­sit­zende des VDP in Rhein­land-Pfal­z/­Saar­land.

2001

Erwei­te­rung des Unter­richts­an­ge­bots im IT-Bereich:

  • Umschu¬≠lung zum/zur Medi¬≠en¬≠ge¬≠stal¬≠ter/-in f√ľr Digital- und Print¬≠me¬≠dien IHK
  • Lehr¬≠gang ‚ÄěInternetspezialist(in)‚Äú
  • ‚ÄěIHK-Fach¬≠kraft f√ľr Multi¬≠media‚Äú

2002

Staat­liche Aner­ken­nung des Bildungs­ganges Medien

2004

√úber¬≠tra¬≠gung der Schul¬≠tr√§¬≠ger¬≠schaft von Ingrid Gahl-Schoeller und Erich Gahl auf Corinna Gahl-Haupt. Einrich¬≠tung der Berufs¬≠fach¬≠schule I und II; sie l√∂sen nach einer Schul¬≠re¬≠form die bishe¬≠rige zwei¬≠j√§h¬≠rige Berufs¬≠fach¬≠schule ab. Die Berufs¬≠fach¬≠schule I vermit¬≠telt eine beruf¬≠liche Grund¬≠bil¬≠dung, die Berufs¬≠fach¬≠schule II den quali¬≠fi¬≠zierten Sekun¬≠darab¬≠schluss I. Zus√§tz¬≠lich wird die einj√§h¬≠rige Berufs¬≠fach¬≠schule mit der Fach¬≠rich¬≠tung ‚ÄěInfor¬≠ma¬≠ti¬≠ons¬≠ver¬≠ar¬≠bei¬≠tung und Medien‚Äú ange¬≠boten, einzige dieser Art in Rhein¬≠land-Pfalz.

2007

Umge¬≠stal¬≠tung des zwei¬≠j√§h¬≠rigen h√∂heren Bildungs¬≠ganges, Fach¬≠rich¬≠tung Betriebs¬≠wirt¬≠schaft Handel: Ab dem Schul¬≠jahr 2007/2008 wird daraus der zwei¬≠j√§h¬≠rige h√∂here Bildungs¬≠gang Wirt¬≠schaft, Fach¬≠rich¬≠tung Handel und E‚ÄĎCommerce. Einrich¬≠tung der staat¬≠lich aner¬≠kannten Dualen Berufs¬≠ober¬≠schule in Teil¬≠zeit¬≠form zum Erwerb der Fach¬≠hoch¬≠schul¬≠reife. Seit 2007 firmiert die bishe¬≠rige Dr. Zimmer¬≠mann¬≠sche EDV-Schule unter dem Namen Dr. Zimmer¬≠mann¬≠sche Bildungs¬≠aka¬≠demie. Sie richtet ein Berufs¬≠kolleg Wirt¬≠schaft f√ľr Real¬≠sch√ľler ein. Der erfolg¬≠reiche Abschluss des einj√§h¬≠rigen Bildungs¬≠ganges soll den Einstieg in eine beruf¬≠liche oder schu¬≠li¬≠sche Ausbil¬≠dung erleich¬≠tern. Au√üerdem bietet die Bildungs¬≠aka¬≠demie Nach¬≠hilfe, insbe¬≠son¬≠dere in den allge¬≠mein¬≠bil¬≠denden F√§chern, aber auch nach indi¬≠vi¬≠du¬≠ellem Wunsch in anderen F√§chern an.

2008

Umge­stal­tung aller zwei­jäh­rigen höheren Bildungs­gänge durch das zustän­dige Minis­te­rium: Ab dem Schul­jahr 2008/2009 werden anstelle der bishe­rigen höheren Bildungs­gänge Betriebs­wirt­schaft Indus­trie, Daten­ver­ar­bei­tung, Fremd­spra­chen und Medien die folgenden Fach­rich­tungen ange­boten:

Fach­rich­tung Wirt­schaft

  • Handel und E‚ÄĎCommerce (bereits seit 2007)
  • Orga¬≠ni¬≠sa¬≠tion und Office¬≠ma¬≠nage¬≠ment
  • Rech¬≠nungs¬≠le¬≠gung und Control¬≠ling

Fach­rich­tung Fremd­spra­chen

  • Fremd¬≠spra¬≠chen und B√ľro¬≠kom¬≠mu¬≠ni¬≠ka¬≠tion

Fach­rich­tung Medien

  • Medi¬≠en¬≠ge¬≠stal¬≠tung und Medi¬≠en¬≠ma¬≠nage¬≠ment

2010

Es beginnt die Veran¬≠stal¬≠tungs¬≠reihe ‚ÄěEthik an der Wirt¬≠schafts¬≠schule‚Äú mit j√§hr¬≠lich zwei Vortr√§gen und anschlie¬≠√üender Diskus¬≠sion √ľber Themen wie Obdach¬≠lo¬≠sig¬≠keit, Drogen, Organ¬≠spende, Zwangs¬≠heirat und derglei¬≠chen, die im Unter¬≠richt intensiv vorbe¬≠reitet werden.

2011

Die seit langem bestehenden Part­ner­schaften mit Unter­nehmen der freien Wirt­schaft, der Medi­en­branche, Banken usw. werden durch Schul­pa­ten­schaften vertrag­lich gefes­tigt. Im Jahr 2019 bestehen 16 Schul­pa­ten­schaften; hinzu kommt unsere enge Zusam­men­ar­beit mit der Hoch­schule Koblenz.

2013

Zum Schul¬≠jahr 2013/2014 richtet die Dr. Zimmer¬≠mann¬≠sche Wirt¬≠schafts¬≠schule als Erste eine iPad-Klasse ein, in der Tablets den Unter¬≠richt der verschie¬≠densten F√§cher unter¬≠st√ľtzen. Dadurch k√∂nnen Sch√ľler Infor¬≠ma¬≠tionen besser austau¬≠schen und Pr√§sen¬≠ta¬≠tionen schneller erstellen als vorher, im Internet sehen, wie eine Bilanz oder ein Gesch√§fts¬≠be¬≠richt in der Praxis aufge¬≠baut ist usw. Die iPads √ľber¬≠l√§sst die Schule den Sch√ľ¬≠lern f√ľr die Dauer der Schul¬≠zeit leih¬≠weise. 

2014

Entspre¬≠chend einer √úber¬≠ar¬≠bei¬≠tung der Berufs¬≠fach¬≠schule I durch das zust√§n¬≠dige Minis¬≠te¬≠rium, wird im zweiten Schul¬≠halb¬≠jahr ein noch st√§r¬≠kerer Praxis¬≠bezug herge¬≠stellt als bisher, unter anderem mit einem Prak¬≠tikum.

2017

Einf√ľh¬≠rung der Lern¬≠platt¬≠form itslear¬≠ning f√ľr eine schnel¬≠lere Kommu¬≠ni¬≠ka¬≠tion unter¬≠ein¬≠ander und eine bessere Betreuung der Sch√ľ¬≠le¬≠rinnen und Sch√ľler.

2019

In diesem Jahr feiert die Dr. Zimmer­mann­sche Wirt­schafts­schule ihr 125-jähriges Bestehen.

Durch die HBF-Reform 2019 bietet die Dr. Zimmer¬≠mann¬≠sche Wirt¬≠schafts¬≠schule die h√∂heren Bildungs¬≠g√§nge nun in den Fach¬≠rich¬≠tungen Wirt¬≠schaft, Medi¬≠en¬≠de¬≠sign und ‚Äď neu ‚Äď Infor¬≠ma¬≠ti¬≠ons¬≠technik an. Zudem werden seit diesem Schul¬≠jahr fast allen Klassen iPads zur Verf√ľ¬≠gung gestellt.